Das Kinderzimmer einrichten. Ein Ausflug in die Wohnpsychologie.

Hoffentlich klappt alles heute, dachte ich mir, als ich alleine im Auto auf dem Weg nach Düsseldorf saß und meinen Sohn gerade bei der Tagesmutter abgegeben hatte. Er sollte das erste Mal dort seinen Mittagsschlaf machen und das ist ja doch eine sehr aufregende Sache für das Kind – und für die Mama! Doch bis zu dem Zeitpunkt, als ich in Düsseldorf ankam, hatte ich nichts negatives von der Tagesmutter gehört und ging so mit einem besseren Gefühl in den Termin, auf den ich mich schon die ganze Woche gefreut hatte: Das MIMM Event zum Thema „Wohnpsychologie im Kinderzimmer“. 

Stattfinden sollte es in den Räumlichkeiten von kinder räume, einem wunderschön eingerichteten Laden für Kindermöbel, Dekoration und Babyausstattung in Düsseldorf, der außerdem die MIMM Kindermöbel führt. Als ich dort ankam wurde ich herzlich empfangen und bekam gleich einen großen Becher Latte Macchiato in die Hand gedrückt, der Morgen war gerettet und ich fühlte mich sofort wohl. Außerdem durfte ich tolle Bloggerkolleginnen wie Jasmin von Familie Nimmerland, oh Muddi oder Mona von ichliebedeko.de persönlich kennenlernen, um nur einige zu nennen.

 

Mein altes Studentenherz schlug höher, als die Wohnpsychologin Dr. Barbara Perfahl zu reden begann und viele der Mädels, mit Stift und Papier bewaffnet, eifrig mitschrieben. So auch ich. Naja, ich tippte mit, hatte mal wieder meinen Kopf am Morgen woanders gelassen und natürlich die wichtigsten Utensilien vergessen.

Es ist ja so, es gibt Themen im Leben, mit denen sich viele von uns niemals beschäftigen (würden). Sie laufen einfach so nebenher, erhalten wenig bis keinerlei Beachtung und funktionieren einfach, irgendwie. Auch diese Menschen kommen höchstwahrscheinlich gut klar und vermissen es nicht, sich tiefergehend mit Themen wie Wohnpsychologie auseinanderzusetzen. Aber so ist das ja mit den meisten Fachgebieten. Jedem das Seine. Ich hingegen finde das Thema unglaublich interessant und spannend und möchte euch aus diesem Grund auch darüber berichten.

Zuerst einmal gibt es die Frage, wie Räume auf uns wirken und warum sie das tun? Räume wirken unterbewusst auf uns und lösen auf der emotionalen Ebene stets ein Gefühl in uns aus. Betrete ich zum Beispiel den Campus meiner alten Universität, fühle ich mich gleich wieder ein bisschen schlauer. Komme ich in eine stinkende, fiese Bahnhofstoilette, muss ich würgen – wird einigen von euch auch so gehen. Es gibt Räume, die sind hell und freundlich, da fühle ich mich wohl und es gibt mein Elternhaus oder unsere 3-Zimmer-Wohnung, da fühle ich mich zu Hause. Räume können auch symbolisch geladen sein, wie eine Kirche oder sie wirken auf uns durch die Menschen, die dort leben.

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All diese Gefühle, die wir in verschiedenen Räumen empfinden, wirken sich auf unseren Körper aus, sie aktivieren ihn. Bin ich entspannt nach dem Betreten eines Raumes oder bin ich angespannt? Hier gilt, je stärker ich aktiviert bin, desto stärker empfinde ich auch bestimmte Gefühle. Nicht jeder Raum wirkt gleich intensiv auf uns. Ein Parkplatz zum Beispiel hat eher wenig Auswirkung auf meine Gefühlswelt. Sorry, nimm’s nicht persönlich.

Unter’m Strich erklärte Barbara Perfahl uns, dass Räume Gefühle in uns auslösen, unsere Gesundheit und Aktivität beeinflussen, dass sie körperlich auf uns wirken und Einfluss auf unsere Beziehungen haben.

Das Kinderzimmer

Warum nun ist das Kinderzimmer so besonders wichtig, wenn es um die Entwicklung meines Kindes geht? Es bildet den Rahmen für die motorische und geistige Entwicklung. Ein Kinderzimmer, eine Wohnung oder ein Haus haben Einfluss auf das Spielverhalten meines Kindes. Ich selbst entdecke das oft, wenn wir bei Freunden zu Besuch sind. War mein Sohn zu Hause noch eher nörgelig und gelangweilt von seinem Spielzeug, blüht er kurze Zeit später in anderer Umgebung neu auf und ist völlig interessiert. Was wiederum unsere eigenen vier Wände in Frage stellen könnte? Hm.

 

Die Räume unserer Kindheit sind jedenfalls maßgeblich, denn die Umgebung, die ein Kind zwischen dem 3. und 6. Lebensjahr hat, beeinflusst sein späteres ästhetisches Leben. Unsere Wohnräume werden Teil unserer Persönlichkeit und wir entwickeln eine Bindung dazu, eine Beziehung.

Grundsätzlich gilt für das Kinderzimmer: Nicht zu viel, nicht zu wenig. Klingt blöd, es ist aber tatsächlich wichtig, eine gute Balance aus Reizen und einer reizarmen Umgebung zu schaffen. Ist das Kinderzimmer der Raum, wo das Kind schläft, spielt und später lernt, ist es wichtig, Funktionsbereiche zu schaffen. Der Schlafbereich sollte reizarm, mit leichtem Licht und wenig Farbe sein. Idealerweise ist er räumlich ein wenig getrennt vom Aktivitätsbereich, der eher bunt und voller Reize ist. Ein Kinderzimmer sollte auch nicht vor Farbe strotzen. Wände und Möbel können farbneutral gehalten werden, so dass man mit Kontrasten und Farbklecksen eher im kleinen Rahmen spielen kann. Auch die Grundstruktur im Zimmer, der Ort des Bettes, der Spielecke, sollte nicht verändert werden, Kinder brauchen Beständigkeit und Stabilität. Wenn etwas verändert werden soll, dann könnten das eher Lampen, Bilder und Dekorationen sein.

Im Übrigen haben sich auch die Gründer von MIMM Kindermöbel etwas bei ihrem Design und der Verarbeitung gedacht. Die Möbel knüpfen an Teile der Wohnpsychologie an und unterstützen das Wohlfühlen im eigenen Kinderzimmer.

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Natürlich war das nur ein kleiner Ausschnitt zum Thema Wohnpsychologie im Kinderzimmer und ich gebe auch nur wieder, was ich für mich gelernt habe. Ich denke jedoch, ich konnte etwas für mich und für unser zukünftiges Haus mitnehmen und werde versuchen, das ein oder andere umzusetzen.

An dieser Stelle möchte ich MIMM Kindermöbel, kinder räume Düsseldorf und der wohnpsychologin nochmals für diesen tollen Vormittag danken.

Schüssi,

eure Annika

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