Junggesellinnenabschied in Amsterdam & Hochzeitsplanung.

Müde und völlig zerzaust stand ich vorm Wickeltisch und wickelte Matti. Die Nacht war zu kurz gewesen, Oli und ich ahnten bereits, dass der Kleine wieder krank werden würde. Stündlich wach werden und weinen war sonst nicht typisch für ihn. Als ich so darüber nachdachte, wie viel Kaffee wohl nötig wäre, um diese Nacht zu vergessen, klingelte es an der Tür. Hä? Denke ich. Es ist 7 Uhr morgens. Welcher verdammte Postbote wagt es jetzt… ich höre, wie Oli den Türöffner betätigt. Mädchengequassel im Treppenhaus. Gekicher. Kurz bin ich verwirrt, dann ist mir alles klar – sie kommen! „Tadaaa, schönen guten Morgeeeen“, Kim, meine Trauzeugin, betritt das nach AA-Windeln stinkende Kinderzimmer und verkneift sich vermutlich eine rümpfende Nase. Okay, sie haben mich. 13 frisch gestylte Mädels stehen in unserem Flur und ich sehe aus wie schon mal gegessen. „Du hast 45 Minuten, dann müssen wir los“, sagt Kim. Das war so klar. 

Müde, aber total aufgeregt, ziehe ich mich an, packe unter Anweisung die Tasche für eine Übernachtung, küsse Oli und Matti und schon sitzen wir im Zug Richtung keine Ahnung. Alle beömmeln sich, weil ich nichts weiß und während wir ein paar Mal umsteigen und dabei eine der Mädels etwas zu laut den Schaffner fragt, ob wir richtig im Zug nach Amsterdam sitzen, freue ich mich wie Bolle. Amsterdam? Super kool!

By the way bekam ich für den Trip ein „OH SHIT KIT“. Eine geniale Idee. Hier war alles drin, was das Reise-, Mädchen- und Partyherz begehrt. Leider war es zum Zeitpunkt des Fotos nicht mehr ganz vollständig. Aber wer genau wissen möchte, was da alles drin war, kann mich sehr gern fragen.

Im Zug musste ich einige, mehr oder weniger unangenehme Aufgaben lösen. Vor einem voll besetzten Abteil zu singen, zu tanzen und eine Rede zu halten sind nur einige Beispiele. Ach so, Schnaps musste ich auch den ein oder anderen trinken. Letzteres war nicht besonders schwer. 🙂

In Amsterdam angekommen, fuhren wir mit der Fähre rüber in den Norden und brunchten im Pllek. Was zuerst aussah wie eine gruselige Containerstadt, war tatsächlich ein ziemlich hippes Restaurant. Nachdem wir unser Hostel bezogen hatten, ging es weiter zu den Grachten. Über Mokumboot hatten die Mädels zwei Boote gemietet, die wir selber durch die Grachten steuern dürften. Das war vermutlich unser aller Highlight des ganzen Tages. Wir hatten etwas zu trinken, Snacks, Musik und verdammt viel Spaß.

Gefühlt war ich den ganzen Tag in einer Art Rausch – nein, nicht in dieser Art, die ihr vielleicht meint. Es war alles so surreal. Morgens noch die stinkenden Windeln, jetzt auf einem Boot in den Grachten Amsterdams, mit all meinen Mädels. Das wiederum bedeutete auch, dass unsere Hochzeit kurz bevor stand. Ich muss dazu sagen, dass ich mich von meinem Junggesellinnenleben bereits vor langer Zeit verabschiedet hatte. Als ich Oli traf und eines zum anderen kam. Aber das ist eine andere Geschichte. So war für mich jedoch klar, mein Junggesellinnenabschied ist eher eine gute Zeit mit meinen Mädels, ein wenig wie früher.

Abends gingen wir essen und im Anschluss, wie es sich gehört, tanzen. Die Musik war super und die Stimmung gut. Alles hat verdammt viel Spaß gemacht, auch wenn sich nach diesem langen Tag all meine Glieder nach einem Bett sehnten. 🙂

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Das Hostel war auf jeden Fall eine neue Erfahrung für mich. Die Nacht war kurz und turbulent, immerhin schläft man ja nicht täglich mit fremden Menschen in einem Zimmer. Aber uns Mädels hat es zusammengeschweißt und diesen Trip werden wir definitiv nicht vergessen. Ja und jetzt, jetzt bin ich offiziell bereit. Bereit, nochmal „Ja“ zu sagen zu dem Mann, den ich über alles liebe. Den ich kennenlernte und sofort wusste, mit ihm möchte ich gemeinsam alt werden. Der tollste Mann und der beste Papa der Welt. Wir als Team. Am 20.5.17 dann nicht nur mit Matti im Bauch, sondern mit Matti hautnah dabei.

Das wiederum erinnert mich an die Tatsache, dass es verdammt nochmal nur noch fünf Tage sind! Ich raste aus. Ernsthaft. Plötzlich verflog die Zeit und dieser große Tag, auf den wir seit über einem Jahr warten, ist da. Und seien wir mal realistisch, er wird schneller vorbei sein, als wir gucken können. Im Nachhinein werden wir uns fragen, wo der Tag hin ist, auf den wir so lange gewartet haben. Trotzdem werde ich versuchen, jede Situation, jeden Menschen, der diesen Tag mit uns feiert und jedes gefallene Wort in Erinnerung zu behalten. Denn das alles macht den Tag aus, an dem wir unsere Liebe feierten. Ein Tag, an den ich mein Leben lang zurückblicken möchte und dessen Erinnerungen uns auch mal durch schlechte Zeiten helfen. Tag, du tust mir Leid, ich setze dich gerade dezent unter Druck. 🙂 Ich versuche das zu lassen und nicht zu viel zu erwarten. Aber so stelle ich es mir vor.

Zum Status Quo: Es ist alles fertig, das Kleid, die Deko, die Ringe, der Anzug, die Location, die Reden, das Programm, die Musik und die Braut. Die ist am fertigstigsten. Nachfolgend gibt es einen kleinen Einblick in die Hochzeitsdeko für euch.

So und wer jetzt noch einen guten Tipp hat, wie man es schafft, nicht völlig auszuflippen so kurz vor der Hochzeit, ist herzlich Willkommen!

Schüssi, eure Annika

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Lifestyle & Beauty

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