Sick sucks. Mamas werden nicht krank.

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Ein grippaler Infekt ist eine akute Infektionskrankheit der Schleimhaut von Nase, Hals und / oder Bronchien. Zur Behandlung dieser Krankheit wird in erster Linie empfohlen, dem Körper Ruhe zu gönnen – Oookay, spätestens als ich das las, musste ich lauthals lachen und dachte nur verzweifelt: Ich darf niemals krank werden.

Aber was ist, wenn es doch passiert? Es ist die reinste Folter. Wisst ihr, klar hatte ich schon mal einen Schnupfen seit dem ich Mama bin und klar hatte ich auch sonst mal Tage, an denen ich am liebsten niemals das Bett verlassen hätte. Doch diesmal hat es mich so richtig erwischt, volles Mett, ich war der Inbegriff eines Bakterienmessies. Zuerst wollte ich es nicht wahrhaben, doch als ich mich plötzlich leicht schwindelig, mit dem Kind auf dem Arm und nach Luft japsend wiederfand, wusste ich, es muss etwas geschehen. Kleine Anmerkung am Rande, ihr wisst, ich neige zu leichten Übertreibungen und möglicherweise auch zu etwas Dramatik, aber so empfand ich nun mal in diesem Moment.

„Morgen früh geht es mir besser!“, dachte ich. Falsch gedacht, es wurde noch schlimmer. Und dann hat der Mann auch gerade noch seinen neuen Job angefangen und konnte unmöglich zu Hause bleiben, um sich um das Kind zu kümmern. Ich wollte weinen, doch leider war ich in der Nacht vor lauter Schnodder ausgetrocknet und so konnte ich anscheinend nicht überzeugend herüberbringen, wie verzweifelt ich war. Am liebsten hätte ich mir einfach eine Schmerztablette und einen ordentlichen Sprühstoß Nasic O.K. verpasst und hätte mich wieder rumgedreht und weitergeschlafen. Nasic O.K…. von wegen O.K., nichts war O.K.. Alles leere Versprechungen.

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Irgendwie haben wir dann den Vormittag überstanden, indem ich mit heiserer und nasaler Stimme immer wieder prustete: „Matti, nicht so laut schreien, Mama hat Aua.“ Außerdem musste ich regelmäßig seine Windel kontrollieren, denn ich hätte eine ordentliche Windelbombe nicht ansatzweise gerochen. Zum Leidwesen meines Sohnes hatte ich einmal zu wenig kontrolliert und er musste auf ungewisse Zeit mit matschiger Windel durch die Bude krabbeln. Matti, sorry an dieser Stelle.

Ach so und hatte ich bereits erwähnt, dass Matti auch krank war? Das ist ja wohl der Höhepunkt der Unverschämtheit. Also putzte ich immer im Wechsel Matti und dann mir die Nase und war mir am Ende nicht mehr sicher, welche Rotzfahne nun von wem war. Auch das war mir irgendwann egal.

Nachmittags kam endlich der Heiland von der Arbeit: OMA! Es gibt doch noch einen Gott, dachte ich. Es ist Oma, also die Mama-Mama, hatte ich es doch immer schon geahnt.Sie schnappte sich die Mini-Bakterienschleuder und ging mit ihr spazieren, während ich zum ersten Mal an diesem Tag eine Runde schlafen konnte. Ich war so dankbar. Den Tag hatten wir also irgendwie überstanden, obwohl ich morgens noch der festen Überzeugung war, dass das nicht passieren würde.

Was habe ich daraus gelernt, mal wieder? Man wächst an seinen Aufgaben. Als Mama bist du einfach Superwoman. Du kannst alles, auch wenn du es vorher nicht glaubst. Und hei, mit ein bisschen Hilfe vom lieben Gott, oder Oma, klappt es dann irgendwie.

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Mom's Life

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