Big Boy. Wenn dein Baby groß wird.

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Tja, so ist es. Es ist die natürlichste Sache der Welt und sie kann dennoch unglaublich schön und traurig zugleich sein. Das Großwerden. Nach der Geburt war das Stinktier so klein, so unglaublich klein und leicht. Man konnte ihn überall im wahrsten Sinne des Wortes mit links hintragen. Er war zerbrechlich und absolut schutzlos. Er wollte immer bei uns sein, schlief, trank, schlief und trank. Er war das zarteste Wesen, das ich je in den Armen hielt.

Heute sind „gerade mal“ acht Monate vergangen und Matti ist nicht wiederzuerkennen. Zwar ist er auf Grund seiner persönlichen Fügung immer noch klein und kann Klamotten tragen, in die manche Babys kurz nach der Geburt schlüpfen würden, doch sind sein Köpfchen und seine Hände schneller denn je. Nie war er ehrgeiziger, nie hat er mehr Kraft aufgewandt, um eigenhändig, ich betone noch einmal, eigenhändig sein neu erworbenes Bobby-Car durch die Gegend zu schieben. Okay, okay, möglicherweise hatte ich ihn dabei auf dem Arm. Aber egal, der Wille zählt! Auch gleicht er mittlerweile einem frisch gefangenen Riesenkarpfen, wenn er auf meinem Schoß sitzt und die Fernbedienung entdeckt hat. Wie ein glitschiger Aal windet er sich aus meinen Armen, um irgendwie an dieses schwarze, unglaublich interessante Stück Kunststoff zu gelangen. Unglaublich. Wenn ich mal so viel Kraft in die Eroberung der Fernbedienung stecken würde, wäre unser Fernseher deutlich frauenfreundlicher. Kleiner Seitenhieb an den Papa zu Hause.

Momentan ist das Kind nur auf Entdeckungstour, nichts ist vor ihm sicher. Und die Rassel, die ihm vor einigen Monaten noch den lautesten Freudenschrei entlockte, wird heute mit dem Popo nicht mehr angeguckt. Auf Mamas Arm liegen und kuscheln ist auch völlig unkool geworden, machen seine Spielgruppenkumpels ja schließlich auch nicht. Mega peinlich und so. Kool ist allerdings, dicke Spuckefäden einmal quer über Mamas neues Kleid zu ziehen oder besser noch, den Möhrenbrei mit voller Leidenschaft darauf wieder hochzuwürgen.

Wo ist mein kleines, Milch spuckendes Mini-Baby hin? Die Milch bekam man wenigstens aus den Klamotten. Ab und zu vermisse ich das Mini-Stinktier, das im Kinderwagen mit fünf Lagen Decken gebettet wurde und dem alle Mützen zu groß waren. Manchmal vermisse ich das. Aber ich muss sagen, genauso sehr freue ich mich über das, was heute ist und was noch kommt. Ich glaube, jede Phase hat etwas für sich.

Ich habe mir vor ein paar Tagen sagen lassen, dass man beim ersten Kind immer nach vorne schaut und sich riesig auf den nächsten Schritt freut. Man feiert eine „Mein-Baby-dreht-sich-alleine-auf-den-Bauch-Party“.  Man feiert für jedes „Blabla“ eine Party. Alles ist eine Party. Ist es allerdings das zweite Kind und man hat für sich beschlossen, dass es auch das letzte sein wird, dann sieht das wohl anders aus. Hier feiert man eher eine „Mein-Baby-liegt-noch-in-der-Sofaritze-Party“ und trauert um jeden Schritt nach vorne, denn es wird das letzte Mal sein, dass man diese Schritte beim eigenen Kind erlebt. Diese Denkweise kann ich sehr gut nachvollziehen. Doch da bei uns, so Gott will, ein zweites Kind erwünscht ist, kann ich mich also erstmal über alle neuen Schritte freuen und viele Partys feiern.

Sie bleiben eben nicht ewig so klein, sie werden mal groß wie wir. Doch wir werden jeden Moment genießen und versuchen, ihn für immer festzuhalten. Wir werden unseren Kleinen auf seinem Weg begleiten und immer für ihn da sein. Und ja, ich werde vermutlich auch für ihn da sein, wenn sein erstes Wort Papa oder Oma ist. Danach gibt es Hausarrest, das steht fest. Aber ich wäre trotzdem für ihn da.

Wie erlebt ihr das Großwerden eurer Zwerge? Was sind eure liebsten Phasen? Ich freue mich über zahlreiche Erfahrungen.

Schüssi, eure Annika

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Klein M mit 8 Wochen

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Unser Lieblingsstrampler in Größe 56 vs. einem Jumper von heute

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Fast 8 Monate

 

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Mom's Life

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