Auf Reisen gehen. Oder auch: Umziehen!

Processed with VSCO with f2 presetLetztes Jahr dachten wir uns: Hei, kool, wenn der Kleine da ist, fahren wir im Sommer ganz entspannt ans Meer, nix Wildes! An dieser Stelle würde ich gerne den Smiley setzen, der vor Lachen nicht aufhören kann zu weinen, denn das passt an dieser Stelle ziemlich gut. Ich kann gerade nämlich nicht aufhören zu weinen – nein, ganz so schlimm ist es doch nicht, aber sagen wir es mal so: Ich bin im Packstress. 

Als mein Mann und ich noch zu zweit waren, war das Packen eine Sache von fünf Minuten am Vorabend oder sogar morgens, bevor der Flieger ging, ihr kennt das womöglich. Nää, war das schön entspannt.

Heute sieht das anders aus. Mir dämmerte schon, dass für den Kleinen packen eine ganz neue Herausforderung werden würde, aber in diesem Ausmaß? Die obligatorische Packliste ist natürlich schon seit Wochen geschrieben, als mir erstmal klar wurde, für all das Zeug fehlt mir eine Reisetasche. Nach einigem Hin- und Herüberlegen und dem Durchforsten sämtlicher Onlineshops wurde mir klar: Das ganze Babyzeug passt gefühlt in keine Reisetasche der Welt! Kennt ihr diese Boxen aus Stoff, die man unter’s Bett schieben kann, von diesem großen schwedischen Möbelhaus? Die sind riesig! Genau die werden jetzt als Koffer zweckentfremdet, kann ich jedem empfehlen. Weiß nur nicht, wie die das an der Gepäckaufnahme sehen, wenn man fliegt, wir fahren mit Auto.

So, das Stoffboxenteil wird nun befüllt mit massenhaft Babyklamotten, Spucktüchern, Feuchttüchern und Windeln, ihr erinnert euch, unser Kleiner kackt wie ein Weltmeister. Im Ernst, er bekommt seit ein paar Wochen Brei und so langsam ist das, was am Ende dabei wieder rauskommt nicht mehr feierlich. Und bei den warmen Temperaturen, wisst ihr, wie da der Windeleimer riecht? Morgens muss ich jetzt regelmäßig würgen, wenn ich ihn blitzschnell öffne und die Windel hineinschieße. Erinnert ein wenig an die Morgenübelkeit aus der Schwangerschaft. Naja, ich schweife mal wieder ab. Das auf Reisen gehen wird auf jeden Fall in solchen Dimensionen stattfinden, dass wir auch gleich auf der Insel bleiben könnten – für immer!

Zusätzlich dachte ich mir, im Urlaub bin ich sicherlich zu faul zum Breikochen, also habe ich Gläschen auf Vorrat gekauft. Ein Sixpack Wasser zu schleppen ist deutlich angenehmer. Blöde Gläschen… aber praktisch sind sie ja. Unser Auto wird auf der Hinfahrt jedenfalls aussehen wie eine Straßenbahn zur Rush Hour, mit etwas Glück können wir die Fahrbahn noch erkennen. Nein, wir haben leider keinen Kombi und in unser Auto müssen Kinderwagen, Reisebett, Maxi Cosi, Trapez (ohne das geht Matti nirgendwo hin) und besagte Stoffboxenteile passen.

Aber, um jetzt mal zum schönen Teil zu kommen, ich freue mich riesig auf den ersten Urlaub mit dem kleinen Stinktier. Ich hoffe, dass er doch ein wenig entspannend wird und sich der Packmarathon vorab gelohnt hat. Ich bin optimistisch!

Bis dahin wünsche ich euch eine schöne Sommerzeit!

Schüssi, eure Annika

P.S.: Diese wunderschöne rote Reisetasche ist meine eigene, sie ist über 20 Jahre alt und meine Oma hat sie mir damals geschenkt, als die Tasche noch größer war als ich. Sie ist nicht gerade stylisch, aber das machst sie auch irgendwie aus.

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